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  • Marktplatz 839052 KalternSüdtirol/ITALIEN
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Geschichte

Historisches Bild - Fasstransport
Der Wandel der Zeit - Vor den Traktoren wurden die Weinfässer mithilfe von Ochsen vom See in die Kellerei transportiert.

Der Weingarten Kaltern

Von unzähligen Generationen von Weinbauern wurde Südtirol als traditionsreiches Weinland mitgestaltet und geprägt. Funde von Traubensamen bezeugen das Heimatrecht der Rebe schon in der Eisenzeit. In der reizvollen Landschaft haben die Reben schon vor Jahrtausenden ideale Voraussetzungen gefunden. Das Weinland Südtirol zählt zu den ältesten Weinbaugebieten Mitteleuropas und des gesamten deutschsprachigen Raumes.

Menschen kommen und gehen - die Weine aus Südtirol bleiben

Wohl hat die Zugehörigkeit Kalterns zu Bistümern und gar Nationen über die Jahrhunderte oft genug gewechselt. Unzählige Reisende und Pilger haben, auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Europas, den Ort passiert. Ligurer, Etrusker, rätische und illyrische Völker lebten hier, die Römer kamen und blieben, Franken, Ostgoten und Langobarden. Karl der Große regierte das Land, dann die Vögte der Trientiner Kirchenherren, während sich Grafen und Herren aus allen Richtungen der Windrose einen Anteil am herrlich fruchtbaren Boden sicherten. Schließlich kam das Gebiet für 500 Jahre an das Haus Habsburg, um nach der Herrschaft Napoleons I. bis zum Ende des ersten Weltkriegs abermals österreichisch zu werden. 1919 wurde Südtirol und damit auch Kaltern schließlich Italien zugesprochen.

Geschichtlicher Abriss

Das Weindorf Kaltern ist ein Ort mit langer Tradition. Die folgende Zeitleiste ermöglicht einen kurzen geschichtlichen Überblick über Ereignisse, welche großen Einfluss auf unseren Südtiroler Wein hatten oder zumindest die Region nachhaltig prägten.

Prägende Ereignisse

ca. 500 - Die Kirche St. Peter (heute Ruine) in Altenburg wird errichtet
1220 - „vinum de Caldaro“ (Wein aus Kaltern) urkundlich erwähnt
1250 - Ein Weinmaß, die „urna de Caldarium“ urkundlich erwähnt
1268 - Conrad der Campaner errichtet die Burg Campan
1286 - Die Herren von Rottenburg bekommen das „Gericht“ Kaltern
1363/1366/1369 - verheerende Fröste - Rebsterben
1536 - Das Kalterer „Kesselwappen“ (ein gehenkelter Kupferkessel) wird zum ersten Mal nachgewiesen
1550-1600 - Blütezeit des Überetscher Stils
1614 - Schwere Rebschäden durch die "Gossen" (Raupen des Traubenwicklers)
1681 - Erstmalige urkundliche Benennung als "Markt Caltern"
1748 - 100 Pesttote innerhalb von zwei Monaten
Um 1750 - Die letzten Torggln werden gebaut
1850 - Der Mehltau bedroht die Weinkulturen
1878 - Gründung der freiwilligen Feuerwehr
1879/80 & 1890/91 - die letzten großen Rebsterben (Frühjahrs-Spätfröste)
1880/85 - Bau der Straße auf den Mendelpass
Um 1890 - Entsumpfung der Möser südlich des Kalterer Sees
1900 - Gründung der ersten Genossenschaft
1901 - Erstes Automobil am Mendelpass
1902 - Schwere Rebschäden durch die Reblaus
1903 - Eröffnung der Standseilbahn auf den Mendelpass
1908 - Das Schulhaus am Marktplatz wird errichtet
1919 - Südtirol wird Italien zugesprochen
1932 - Kaltern wird Erzpfarre
1935 - Fahrbare Motospritzen zur Schädlingsbekämpfung kommen auf
1955 - Fertigstellung der Südtiroler Weinstraße